Image Image Image Image Image Image Image Image Image

09 Apr

By

5. Leadership Talk zum Thema „Kinder- und Jugendhilfe in Brandenburg“

9. April 2019 | By |

Was sind die besonderen Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe in Brandenburg früher und heute? Welche Rahmenbedingungen ermöglichen, bzw. erschweren eine gute Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr zuhause wohnen, bzw. erzogen werden können? Inwieweit hat sich diese Arbeit im Laufe der Zeit verändert? Diese und eine Reihe weiterer spannender Fragen diskutierte eine Gruppe von 12 Führungspersönlichkeiten in der Stiftung Großes Waisenhaus in Potsdam am 14.03.2019.

Nach dem Empfang im Stiftungshaus in der Breiten Straße durch unsere Gastgeberin Elke Krüger, der Geschäftsführerin der Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ begab sich die Gruppe in die historischen Kellergewölbe ins Museum des Großen Waisenhauses. Dort gab der hausinterne Historiker René Schreiter einen Einblick in die beinahe 300-jährige Geschichte der Stiftung. Buchstäblich gekrönt wurde die Führung danach durch einen Aufstieg in den nach historischem Vorbild nachgebauten Monopteros auf dem Dach der Stiftung mit einem herrlichen Rundumblick über Potsdam.

Anschließend begaben wir uns in das nahe gelegene ehemalige Lazarettgebäude, in dem heute ein Hotel untergebracht ist, und diskutierten mit Frank Matzke, dem Geschäftsführer der GFB – Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher mbH, einer Tochter der Stiftung Großes Waisenhaus und Träger einer Reihe von Einrichtungen. Dabei bekamen die Anwesenden einen sehr intensiven und eindrucksvollen Einblick in die Themen rund um die aktuelle Kinder- und Jugendhilfe. Es wurden Vorurteile und Vorbehalte verdeutlicht, einige Rahmenbedingungen der Arbeit in Brandenburg besprochen und auch über die Gründe für die steigende Anzahl an Jugendhilfemaßnahmen diskutiert. Insgesamt ließ sich feststellen, dass diese wichtige Arbeit in der Gesellschaft immer noch mit gewissen Tabus belegt ist und viele Menschen darüber wenig wissen.

Wir bedanken uns bei den Gastgebern und Gesprächspartnern für ihre Offenheit und Zeit. Die Teilnehmenden konnten dadurch viele Facetten dieses Arbeitsfelds kennenlernen, das einen wichtigen Teil der sozialen Arbeit in Brandenburg darstellt. Kinder sind schließlich nicht weniger als die Zukunft unserer Gesellschaft.